Der Budgetzyklus und die Zeitplanung
Dezember 4, 2009
Das Budget für die nächsten Monate, das nächste Jahr ist erstellt? Gratulation! Sie haben den ersten Schritt geschafft. Nun ist es wichtig, das ganze Potenzial dieses Instruments auszuschöpfen. Dafür ist Kontinuität wichtig.
Wie schon im Artikel “Budgeterstellung leicht gemacht” erwähnt, gehört zur Vorbereitung der Budgeterstellung auch die Zeitplanung für den Budgetzyklus. Dafür müssen Sie vier Zeitfaktoren bestimmen.
- Horizont des Budgets: Das ist die Zeitspanne, die das Budget abdeckt. Üblicherweise ist das ein Jahr. Zu Beginn empfehle ich aber, mit einem Budget für drei bis sechs Monate zu starten. Während Sie die Budgeterstellung immer besser beherrschen sammeln Sie laufend statistische Daten, die Sie für Prognosen benötigen. So tasten Sie sich an die Zielzeitspanne von einem Jahr heran. Und: Sie planen aktiv die Zukunft und die Zielrichtung Ihrer Firma.
- Planungszyklus: Er legt fest, wie oft Sie Ihre Planungen und Prognosen erneuern. Bei großen Budgets ist ein Abstand von einem Jahr sinnvoll. Dennoch sollten laufende Kontrollen und Erneuerungen der Prognosen durchgeführt werden. Schließlich passiert im Lauf eines Jahres in Ihrer Firma, Ihren Märkten eine ganze Menge. Diese Informationen sollten genutzt werden. Den Planungszyklus sollten Sie als Meilenstein verstehen. Sie reagieren nicht nur auf unmittelbare Änderungen sondern haben das große Ganze im Blick!
- Kontrollzyklus: Hier bestimmen Sie die Häufigkeit der Budgetkontrollen. Orientieren Sie sich an Ihrer Buchhaltung. Spätestens mit neuen Zahlen sollte kontrolliert werden, wie weit man sich in der Planung befindet. Das passiert mit sogenannten Budgetabweichanalysen, einem Soll-Ist-Vergleich mit %-Angabe der Abweichung. So können Sie bei starken Abweichungen rechtzeitig reagieren. Die Budgetabweichanalysen machen Sie unmittelbare auf ungeplante Vorgänge in Ihrer Firma aufmerksam!
- Fortlaufendes Budget: Hängen Sie bei der Budgetkontrolle den gleichen Zeitraum wieder hinten ans Budget an. Bei der monatlichen Kontrolle schließen Sie also den letzten Monat ab und stellen den Monatsplan für das kommende Jahr gleich wieder ans Ende. So behalten Sie die Zukunft im Auge während Sie in der Gegenwart arbeiten. Für die Jahresplanung müssen Sie das Budget nur noch überarbeiten und nicht neu erstellen. Eine perfekte Methode zur Umsetzung der “doppelten Vision” (Nefischer Methode zur erfolgreichen Unternehmensführung, Modul 1): Sie behalten die Zukunft und damit Ihr strategisches Ziel im Auge und arbeiten gleichzeitig in der Gegenwart.
Budgeterstellung leicht gemacht
Dezember 1, 2009
Bei vielen Unternehmern – egal ob Neugründer oder „Alter Hase“ – stoße ich auf sagen wir gemischte Gefühle. Die Palette reicht von Skepsis über grundlegende Scheu bis hin zu starken Angstgefühlen. Jedem ist dabei klar, dass das Budget ein wichtiger Teil der Unternehmensplanung ist. Dennoch ist den wenigsten klar, wie man dieses Instrument richtig anwendet.
Dabei ist das Budget ein wichtiges Instrument, das Aufschluss über Ihre Firma gibt: Es stellt in Zahlen dar wo Ihre Firma herkommt und wo sie sich hin entwickelt. Mit einem durchdachten Budget planen Sie die nächsten Monate, das nächste Jahr – so planen Sie Ihren Erfolg!
Schreckgespenst Budgetierung
Die Budgeterstellung selbst ist eigentlich etwas ganz Natürliches. So natürlich, dass eine Erklärung eigentlich überflüssig erscheint. Man muss ja nur herausfinden, wo man das Geld ausgeben wird, das man verdient. Das ist alles. Klingt ja ganz einfach, oder?
Bei meinem Unternehmercoaching, der „Nefischer Methode für erfolgreiche Firmenführung“, gehen wir dieses „Schreckgespenst“ gemeinsam an. Am Anfang steht die Erkenntnis, dass ein Budget nicht in Stein gemeißelt ist. Es ist im Fluss, muss ständig an die tatsächlichen Bedingungen angepasst werden.
Grundlagen der Budgetierung
Ist dieser Irrglaube von fixen Zahlen und somit die Angst, „etwas falsch“ zu machen beseitigt, geht es an die Grundlagen:
- Vorbereitung: Sie legen den Budgetzyklus (Planung und Prognose, Überwachung und Management) fest. Sie bestimmen, wer für die Beschaffung von Zahlen und Dokumenten sowie über Kontrolle und Berichterstattung zuständig ist. Sie entscheiden über Zeitspannen, Aufbau und Darstellung Ihres Budgets.
- Planung und Prognose: Das Budget ist eine Mischung aus Projektionen der bisherigen Entwicklungen und Trends und der Vorhersage von wahrscheinlichen Entwicklungen. Ein Beispiel: Sie wissen, wie sich die Fixkosten der letzten Monate entwickelt haben. Daraus lässt sich eine recht genaue Projektion auf die nächsten Monate ableiten. Sie wissen auch, dass die Gewerkschaft bald wieder Gehaltsverhandlungen hat. Aufgrund der letzten Verhandlungsergebnisse treffen sie eine Vorhersage, wie das Ergebnis aussehen könnte. Genau so gehen Sie mit allen Bereichen des Budgets vor. Die notwendigen Zahlen der Vergangenheit entnehmen Sie einfach Ihrer Buchhaltung. Unternehmensgründer müssen die Kosten und Erträge der ersten Monate schätzen. Dann haben auch sie schon die ersten Erfahrungswerte, mit denen sie weiter arbeiten können.
- Überwachung und Berichte: Über Ihre Buchhaltung erhalten Sie laufend Ihre tatsächlichen Ergebnisse. Mittels Budgetabweichanalysen erkennen Sie, ob und um wieviel Ihre Resultate vom Plan abweichen.
- Kontrolle und Management: Mit Budget und Abweichanalysen können Sie Probleme entdecken, bevor sie bedrohlich werden. Sie finden Anhaltspunkte, wie Sie Ihre Firma verbessern können. So können Sie Managemententscheidungen treffen und das Budget gegebenenfalls anpassen.
In fünf Schritten zu Ihrem Budget
- Gewinnvorgaben festlegen: Setzen Sie sich ein Ziel. Bleiben Sie dabei realistisch!
- Wandeln Sie diese Gewinnvorgaben in Ertragsvorgaben um: Addieren Sie dazu das Ziel des Betriebsergebnisses und die Fixkosten und teilen Sie diese Summe durch den Deckungsbeitrag. (Diese Zahlen leiten Sie von den Daten der laufenden Buchhaltung ab!)
- Prognose variable Kosten: Nutzen Sie das Beispiel oben
- Prognose Fixkosten
- Prognose Reingewinn, Anpassung der Vorgaben: Erkennen Sie am Reingewinn, dass die Ziel- und Gewinnvorgaben unrealistisch sind, passen Sie diese Zahlen an. Zweifeln Sie nicht an sich, wenn Sie mehrere Planungsdurchläufe benötigen! Sie werden sehen, mit der Zeit entwickeln Sie auch Ihre Fertigkeit in der Budgeterstellung.
Ich hoffe, Sie können meine Tipps zur Budgeterstellung gut nutzen. Bei Fragen oder dem Wunsch nach Unterstützung vereinbaren Sie einfach ein unverbindliches Beratungsgespräch: info@unternehmertipps.com oder per Kontaktformular.
Preisgestaltung trainieren
November 19, 2009
Nutzen Sie mit der Saldo-Preis-Tabelle das passende Hilfswerkzeug!
Der Preis für die eigenen Produkte und Dienstleistungen soll nicht nur kostendeckend sondern sogar gewinnbringend für den Unternehmer sein sowie Neuinvestitionen in das Unternehmen ermöglichen. Gleichzeitig muss der Preis aber auch die Kunden ansprechen. Diese Gratwanderung gehen Unternehmer nicht nur zu Beginn ihrer Selbstständigkeit. Preise sollten laufend verifiziert und angepasst werden.
Bei der Preisgestaltung treffen Marketing und Finanzmanagement aufeinander. Nur mit Daten und Informationen aus beiden Bereichen können die Preise für Dienstleistungen und Produkte effektiv gestaltet werden. Diese Preise werden auch für den Kunden akzeptabel sein, weil sie das Gefühl haben, für ihr Geld einen entsprechenden Gegenwert zu bekommen.
Und wie findet sich nun der richtige, der effektive, der optimale Preis?
Zitat aus dem Nefischer Unternehmercoaching
Der „Heilige Gral“ des Unternehmertums ist eine narrensichere Formel für die Preisgestaltung. Jeder wünscht sich die Antwort auf die Frage: „Was ist der richtige Preis für mein Produkt – der Preis, bei dem meine Firma die meisten Kunden anspricht und die höchsten Gewinne erzielt?“ Der Heilige Gral wurde nie gefunden. Und die narrensichere Formel ebensowenig.
Ich kann Ihnen gleich vorweg sagen: Preisgestaltung ist keine Wissenschaft. Sie ist eine Fertigkeit! Mit der Saldo-Preis-Tabelle erhalten Sie bei mir gleich das richtige Instrument für diese Fertigkeit in die Hand. Achtung: Die Saldo-Preis-Tabelle ist keine Formel, welche die richtige Antwort herbeizaubert. Aber sie ist das richtige Werkzeug, um über die Frage der Preisgestaltung nachzudenken. Mit der Saldo-Preis-Tabelle können Sie die verschiedensten Szenarien zur endgültigen Entscheidungsfindung durchprobieren – und bei den verschiedenen Ergebnissen die Folgen etwa für das Marketing und die Finanzen überlegen.
Die vier Schlüsselwerte für die Benutzung der Tabelle sind:
- Stückpreis
- Verkaufsmenge
- Variable Stückkosten
- Gesamte Fixkosten
Alle Werte kommen direkt aus den eigenen Buchhaltungsdaten! Der Rest ist einfache Mathematik. Tragen Sie die aktuellen Daten in die Tabelle ein. So erstellen Sie eine “Grundlinie”. Aus dieser erkennen Sie die wichtige Beziehung zwischen Preisgestaltung, Umsätzen und Kosten. Und mit dieser Beziehung, mit diesem Schema können Sie dann beliebig viele „Was wäre wenn“-Fragen durchspielen. Was wäre beispielsweise, wenn eine Preiserhöhung von € 3,00 die Verringerung der Stückzahlen von 25.000 auf 22.000 Stück auslösen würde? Reichen dann die Gewinne noch gerade so – oder erreiche ich so sogar eine bessere Gewinnschwelle?
Keine Frage, manche Dinge müssen nach wie vor geschätzt werden, etwa möglichen negativen Auswirkungen auf Stückzahlen und jedes Szenario hängt vom Wissen des Unternehmers über die eigene Firma und die Märkte ab. Beschäftigen Sie sich mit der Frage der Preisgestaltung – und Sie werden Ihre Fertigkeit trainieren und verbessern.
Nutzen Sie die Saldo-Preis-Tabelle und probieren Sie gleich einige Überlegungen aus.




